Vergessene-Heimat
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Möbel Fillies

Ortsbildprägend

 

Kein anderes Wort beschreibt diese Gebäude treffender, kein anderes Wort wäre passender.

 

Erbaut 1954 zum 40 Gründungsjahr der Möbeltischlerei.

 

Mit dem Abriss dieses einmaligen Gebäudes mit dem markanten Turm und dem Abriss des Scherenkruges im Jahre 2017 hat die Gegend zwei der bekanntesten und markantesten Gebäude verloren, die man mit Sicherheit als das Gesicht von Asemissen und Bechterdissen bezeichnen kann.

Für mich ist es auch ein Verlust von Heimat, nur die Namen werden noch weiterleben und nun versinkt die Gegend weiter im trostlosen Einheitswohnbau und unterscheidet sich nicht mehr von anderen Wohn und Schlafdörfern.

 

Weithin sichtbar prägte der Turm die Shilouette der Landschaft und viele Apfelkorn wurden in der Turmklause, die später auch eine Pizzeria beherbegte, getrunken und so mach feucht fröhliche rabend wurde dort verbracht.

 

Leider gab es seit der Schliesung 2003 keine tragbare Nachnutzung und nach langem hin und her über den Bebauungsplan gab es auch dazu eine Lösung die dann zum Abriss 2018 führte und anstelle dort auf den 11.000 Quadratmetern einen Wohnpark eines Investors ermöglicht.

Leider hatte dieser Handwerksbetrieb gegen die Möbeldiscounter und Möbelfilalisten keine Chance zum überleben.

Eine tragbare anderweitige Nutzung hat sich nach der Schliessung nie gefunden für den Turm und die restlichen Gebäude und so hat er es nicht zum Klassiker oder zumindestens zum 100 jährigen Bestehen gebaracht.

  

 

Es folgt nun die sehr umfangreiche Dokumentation des Abrisses mit viel Bildmaterial ( Ich hoffe die Ladezeit der Seite ist noch erträglich)

 

 

Sommer 2016

 

Dornröschenschlaf mit Argusaugen bewacht

Bescheidene Bildqualität,da mit veralteter Kameratechnik aufgenommen.

 

Sommer 2017

 

Es sollte nun endlich abgerissen werden........... was dann aber immer noch mehr als 6 Monate bis zum Abrissanfang dauern sollte

 

 

Abriss Besuchstag 1

 

Ende Januar 2018 war es dann soweit, der Abriss began mit dem Abriss des kleinen angebauten Wohnhauses

 

 

Abriss Besuchstag 2 und 3

 

 

Abriss Besuchstag 3 Innenbesichtigung

 

Kurze Stipvisite im Inneren.

Highlight war der Spielzeuganhänger, der Innenhof im goldenen Licht und Evelyn, die ich wegen der Schläuche erst für einen Kleinstaubsauger gehalten habe.

Tatsächlich ist Evelyn eine Höhensonne.

 

Im deutschen Kunststoffmuseum gibt es ein Exemplar aus dem Jahr 1955 

 

Es wird das Model im aufgeklappten Zustand dargestellt.

 

http://www.deutsches-kunststoff-museum.de/rund-um-kunststoff/textbeitraege/info/strahlende-schoenheit-die-heimsonnen-der-sammlung-meyer/schoenheiten/

 

 

Abriss Besuchstag 4 bis 6

 

Spannend an diesen Tagen war das die orangene Matallfassade von der alten Produktionshalle entfernt wurde und die ursprüngliche Halle, wenn auch mit zugemauerten Fenstern, wieder zutage kam.

 

Ebenfalls ein kleines Intermezzo bietet der Stuhl auf dem Vordach, ob nun zur Entrümpelung oder als Leiterersatz oder letzendlich sogar als Pausenstuhl bleibt ungeklärt.

 

Der Spielzeuganhänger aus der Besichtigung findet sich hier auch wieder, zwar nicht mehr am ursprünglichen Ort aber dennoch nicht achtlos weggeworfen.

 

Das grosse verwitterte blaue Schild mit dem rotem Logo zierte wenn mich nicht alles täuscht, früher die Spitze des Turmes an dem dort befestigtem Mast.  

 

 

 

Abriss Besuchstag 7 bis 9

 

Die alte Stechuhr für die Mitarbeiter, Teile der alten Zapfanlageudn eine alte Backelitsteckdose für Radio und evtl nochw as anderes waren die Entdeckungen an diesen Tagen.

 

Ein kurzen Einblick gab es auch in eine kleinen Abstellraum mit alten Farben und Leimtöpfen, in dessen Nähe sich wohl auch Holzmodelle befunden haben sollen.

Leider habe ich nicht mehr Aufnahmen davon.

 

 

 

Abriss Besuchstag 9 und 10

 

Wintereinbruch mit starker Kälte liessen die Abbrucharbeiten aber nicht stoppen.

 

 

 

Das Biest

 

Hierbei handelt es sich um einen Hitachi KMC 600 Longfront mit 80 Tonnen Gesamtgewicht mit dem langen Arm, wie ich durch ein kurzes Gespräch mit dem Baggerfahrer erfahren habe.

Bis dato kannte ich nur den Liebherr 960 Demolution Longfront mit einem Gewicht von 79 Tonnen.

 

KMC bedeutet Multi Carrier also ein Bagger der verschiedene Ausleger benutzen kann.

Diese Maschinen sind schon Hightechsysteme mit Computern mit ner Menge Sensoren zb die das Kippen verhindern, Die Kanzel nach oben neigen etc.

Nicht zu vergleichen mit den Baggern die wir evtl aus unserer Kindheit kennen und auf denen wir als Kinder auf Baustellen gespielt haben 

 

http://www.kiesel.net/produkte/kiesel-systemloesungen/kiesel-multi-carrier.html

 

 

Vorstufe zum Finale

 

Das Biest im Einsatz und rund um den Turm wird das mehrstöckige Gebäude abgerissen, so das zum Schluss nur noch der Turm steht und ein Schotterbett als Rampe für den Bagger dient.

Zum Schluss kommt auch der kniffeligste Teil, den Turm abzureissen ohne das er zufällig in die falsche Richtung fällt.

 

 

 

Der Anfang vom Ende

 

Der Zufall wollte es das ich bei den ersten Schritten zum Abruch des Turmes vor Ort sein konnte.

Zeitmangel und Beginn der Mittagspause liessen es nur eien krze Fotostrecke werden.

 

 

Weg ist er der Turm

 

Letzte Detailaufnahmen aus dem Turm sowie eine Serie Zeitrafferfotos der "Abrissaction"  kennzeichnen diese letzte Set vom Abriss.

Evtl folgen später nochmal Fotos vom Gelände ohne Turm, aber hier endet erstmal die Chronologie des Abrisses.

 

 

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